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"Hiwwe wie Driwwe": Wie Sprache eine Brücke über den Atlantik schlägt

18:30 Uhr

https://us02web.zoom.us/j/83802252277

Wer unsere Heimat verstehen will, sollte nach Pennsylvania reisen. Denn dort hat sich in Sprache und Bräuchen über 300 Jahre erhalten, was hier durch Kriege und Industrialisierung im 20. Jahrhundert längst vergessen ist:  Warum jagt der Butzemann kleine Kinder? Was sind eigentlich Elwedritsche und was haben sie mit Warzen zu tun?

Anlässlich des Internationalen Tags der Muttersprache der UNESCO am 21. Februar 2022 präsentiert Dr. Michael Werner die Sprache und Kultur der Nachfahren südwestdeutscher Auswanderer des 18. Jahrhunderts.

Zitat in Pennsylvania-Deutsch:

„Glaab’s odder net, awwer es gebt Leit, ass meh wie 4,000 Meile weg wuhne vun unser Heemet weit ab iwwer’m groosse See – un doch neegscht die seem Mudderschprooch schwetze wie mir. Selli Leit sinn Freindschaft, weil unser Voreldre Brieder un Schweschtre gwesst sinn – eb die grooss Auswannering im 18. Yahrhunnert naach Pennsylvaani. Un heit noch, naach 300 Yahr, kenne mer nanner ganz guud verschtehne. Sell glaabscht net? Noht fahr mol datt anne ins alte Land naach Deitschland un finn sell mol aus. Noht kannscht sell selwert sehne.“

Meeting-ID: 838 0225 2277

Referent:

Dr. Michael Werner ist Sprachwissenschaftler, Publizist und Herausgeber der pfälzisch-pennsylvanischen Zeitung „Hiwwe wie Driwwe“.  Er ist einer der wenigen Experten in Deutschland, wenn es um die Sprach- und Kulturbeziehungen zwischen diesen beiden Regionen geht. Auch an der Kinodokumentation „Hiwwe wie Driwwe – Pfälzisch in Amerika“ war er maßgeblich beteiligt. Sein aktuelles Buch „Hiwwe wie Driwwe – Der Pennsylvania ReiseVERführer“ ist 2021 beim Agiro Verlag erschienen. Für seine Verdienste um die deutsch-amerikanischen Beziehungen wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit der Hermann-Sinsheimer-Plakette für Literatur und Publizistik.

 

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