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Thirty Are Better Than One: Marilyn Monroe, Andy Warhol und die Reproduktion einer amerikanischen Ikone

  DAI spezial

18 Uhr

Dr. Susanne Hamscha

Kurzführung durch die Ausstellung “Andy Warhol - Ikonen” mit anschließendem Vortrag

Moderne Galerie Saarbrücken

 

Kurzführung durch die “Andy Warhol: Ikonen” Ausstellung mit anschließendem Vortrag von Dr. Susanne Hamscha

Andy Warhols serielle Porträts von Marilyn Monroe sind nahezu ebenso ikonisch geworden wie Monroe selbst. Indem er ein Foto der Schauspielerin in eine Reihe scheinbar endlos reproduzierbarer Bilder verwandelte, erfasste Warhol etwas Grundlegendes an Monroes Stellung in der amerikanischen Kultur: Ihr Bild war zu einer Ware, einem kulturellen Symbol und zu einer Vorlage für die Reproduktion von Vorstellungen von Berühmtheit, Weiblichkeit, Begehren und Americanness geworden.
Dieser Vortrag untersucht, wie die Ikonisierung Marilyn Monroes durch nachfolgende kulturelle Reproduktionen und Neuinterpretationen fortgeschrieben wurde. Ausgehend von Warhols Logik der Wiederholung fragt dieser Vortrag, was geschieht, wenn eine individuelle Person zu einem Bild wird, das unendlich reproduziert, angeeignet und kommerzialisiert werden kann. Marilyn Monroe, so wird gezeigt, ist nicht lediglich ein dauerhaftes Symbol amerikanischer Kultur; vielmehr erscheint sie als eine kulturelle Technologie der Reproduktion: ein Bild, durch das sich amerikanische Ideale und die Mechanismen der Celebrity-Kultur immer wieder neu hervorbringen und reproduzieren.

Dr. Susanne Hamscha ist Managing Partner bei factor-D Diversity Consulting und promovierte Kulturwissenschaftlerin. Als Expertin für Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Inklusion unterstützt sie Unternehmen im privaten Sektor sowie für Forschungs- und Hochschuleinrichtungen bei der Entwicklung und Umsetzung von DEI-Strategien. Ihre wissenschaftliche Publikations- und Forschungstätigkeit beschäftigt sich mit der Produktion von kollektiver Identität durch Populärkultur, Kunst und Literatur, sowie der Intersektionalität von Geschlecht und Behinderung.
 

 

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