Veranstaltungen

Auch das DAI Tübingen bietet dieses Frühjahr Veranstaltungen zu Countrymusik und Bob Dylan an. Passend zu unseren eigenen Veranstaltungen zur Countrymusik am 05.05. und zu Bob Dylan am 08.06. empfehlen wir die folgenden beiden Veranstaltungen:

 

Mittwoch, 12. Mai, 19:15 Uhr 

Rassismus in der Country-Musik: White Music for White People? 

Vortrag von Andreas Vogel, Stuttgart 

Als in den 1920er Jahren amerikanische Plattenfirmen damit begannen, ihre Tonträger mit den Kategorien "Hillbilly" ("Country") und "Race" ("Rhythm & Blues") gezielt an angeblich „homogene Gemeinschaften“ zu vermarkten, ging es ihnen nicht um musikalische Unterschiede. Diese Zielgruppen waren zwar auch über ihre soziale Klasse und geografische Lage definiert, wurden aber hauptsächlich durch die Hautfarbe ihrer Angehörigen bestimmt. In einem Online-Vortrag des Deutsch-Amerikanischen Instituts Tübingen am Mi. 12.05. um 19:15 Uhr geht Andreas Vogel auf die Entwicklung der Countrymusik als dezidiert "weiß" konstruiertes Popmusikgenre in der rassistisch geprägten amerikanischen Bevölkerung der 1920er Jahre ein. Dabei zeigt er anschaulich die damals in den USA herrschenden Vorstellungen von Rassismus in der Gesellschaft auf, die das Entstehen der musikalischen Populärkultur maßgeblich beeinflusst haben und deren Auswirkungen noch bis heute zu spüren sind. 

Andreas Vogel ist seit Jahren als Diskjockey und Veranstalter tätig und betreibt die Bar „Rakete“ im Theater Rampe in Stuttgart. Zusammen mit Michael Piltz betreibt er die Veranstaltungsreihe „Montage“ ins Leben, bei der sich die Gastgeber wöchentlich mit popkulturellen Themen auseinandersetzen.

Teilnahme kostenlos via Zoom unter www.dai-tuebingen.de/country oder auf Youtube unter www.dai-tuebingen.de/tv   

Alle Informationen zu diesem Event finden Sie auch auf der Website des DAI Tübingen

 

Mittwoch, 19. Mai, 19:15 Uhr 

Bob Dylan & Black America 

Multimediavortrag von Thomas Waldherr, Darmstadt 

Seit den Anfängen seines künstlerischen Schaffens ist Bob Dylan in vielfältiger Weise – gesellschaftlich, politisch, spirituell und persönlich – mit der Black Community der USA verbunden. Der weiße, jüdische Junge, der die Folk-, Blues-, Rock- und Countrymusik als seine musikalische Ausdrucksweise entdeckte, hat ebenso enge Beziehungen zu Gospel, Soul, Hip-Hop und deren größtenteils Schwarzen Protagonist*innen entwickelt. Um auf dieses weniger bekannte Kapitel von Dylans Werk aufmerksam zu machen, liefert Musikexperte Thomas Waldherr in einem virtuellen Multimediavortrag des Deutsch-Amerikanischen Instituts Tübingen am Mi. 19.05. um 19:15 Uhr zahlreiche musikalische Beispiele, die auf diese Beziehungen zurückzuführen sind. Dabei wird auch deutlich, dass sich der Ausnahmemusiker nicht nur als Künstler, sondern auch als politischer Aktivist mit einem guten Gespür für Rassismus in Alltag, Politik und Justiz versteht. Und das zurecht: Dylan hat sich für das Wahlrecht für Schwarze US-Bürger*innen eingesetzt und war zwischenzeitlich sogar mit den Black Panther liiert. Er hat nicht nur Emmett Till, Hattie Caroll, George Jackson und Hurricane Carter besungen, sondern auch mit Schwarzen Künstler*innen u.a. Black Gospel und Rap aufgenommen.  

Thomas Waldherr ist Redakteur von www.country.de, schreibt regelmäßig für den "Folker", und beschäftigt sich auf seinem Blog www.cowboyband.blog ausführlich mit Bob Dylan und Americana. Er hält Vorträge und Seminare zur amerikanischen Populärmusik und ihren gesellschaftlichen Hintergründen und kuratiert in Darmstadt seit 2014 eine Americana-Konzertreihe.  

In deutscher Sprache 

Teilnahme kostenlos via Zoom unter www.dai-tuebingen.de/dylan oder auf Youtube unter www.dai-tuebingen.de/tv  

Alle Informationen zu diesem Event finden Sie auch auf der Website des DAI Tübingen


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Pestelstraße 2
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